• A  |  B  |  C  |  D  |  E  |  F  |  G  |  H  |  I  |  J  |  K  |  L  |  M  |  N  |  O  |  P  |  Q  |  R  |  S  |  T  |  U  |  V  |  W  |  X  |  Y  |  Z

    Verdrängungsraum

    In gewerblichen Bereichen, in denen mit besonders gleitfördernden Stoffen (wie Öle, Fette, Flüssigkeiten) gearbeitet wird, müssen Fliesen eingesetzt werden, die kleine "Noppen" auf ihrer Oberfläche haben. Der Raum zwischen der Fliese und der oberen Kante dieser Noppen ist der Verdrängungsraum.

    Öle, Fette und Flüssigkeiten werden durch die Benutzung der Fliesen in diesen Verdrängungsraum geleitet.

    Die Gehebene bleibt so weitgehend frei von Schmutz; nur so ist die Trittsicherheit in diesen Räumen gewährleistet.

    Verfugung

    Fliesen werden je nach Material verfugt. Fliesen und Platten, die saugfähig sind (Steingut) werden mit einer Fugenbreite von 2-5 mm mit Fugenweiß, Fugengrau oder Flexfuge color verfugt. Glasfliesen und Glasmosaik sowie Naturstein und Feinsteinzeug werden mit einer Fugenbreiten von 1-10 mm mit Flexfuge verfugt. Auf kritischen Untergrünen (gewölbt o.ä.) und im Außenbereich, wie auf Balkonen oder Terrassen, sollte Flexfuge breit grau (2-20 mm) verwendet werden.

    Zum Verfugen: Als erstes wird der Fugenmörtel in schlammfähiger Konsistenz mit Wasser angerührt und auf dem Fliesenbelag ausgegossen. Danach wird er diagonal zum Fugenverlauf eingeschlämmt. Dazu verwendet man einen Gummiwischer. Nachdem alle Fugen gleichmäßig gefüllt sind, wird der Rest des Fugenmörtels mit dem Gummiwischer abgezogen. Zum Schluss wird der Fliesenbelag diagonal mit dem Schwammbrett und sauberem Wasser abgewaschen, ohne dabei die Fugen auszuwaschen. Letzte Schleier auf der Oberfläche werden mit einem trockenen, weichen Tuch entfernt.

    Verschleiß

    Oberflächenverschleiß (Abrieb) tritt bei Bodenbelägen infolge schleifender, reibender Beanspruchung auf und kann bei glasierten Fliesen durch Glanzveränderung der Oberfläche sichtbar werden. Glasierte Fliesen aus Steinzeug werden je nach ihrer Beständigkeit gegen Abrieb in Gruppen unterteilt und können dadurch den verschiedenen Anwendungsbereichen zugeordnet werden. Die Abriebbeständigkeit (Verschleißgruppe) ist die durch Schleif- und Sandstrahlprüfung ermittelte Widerstandsfähigkeit glasierter Fliesen und Platten. Diese wird vom Hersteller angegeben. Die Abriebbeständigkeit wird in fünf Abriebgruppen bewertet:

    Gruppe I:für Barfuß- und Hausschuhbereich in Sanitär- und Schlafräumen.
    Gruppe II:für eine leichte Beanspruchung im privaten Wohnbau (außer Küchen, Eingänge, Außenbeläge, Treppen) mit niedriger Begehungsfrequenz und geringer kratzende Verschmutzung mit normalem Schuhwerk
    Gruppe III:für mittlere Beanspruchung unter kratzender Verschmutzung mit normalem Schuhwerk, beispielsweise im privaten Wohnbau, auch Dielen, Flure, Balkone (außer Küchen) sowie Beläge des Nichtwohnbaus mit vergleichbarer Beanspruchung wie Hotelzimmer oder Bäder
    Gruppe IV:            für hohe Beanspruchung bei stärkerer Begehungsfrequenz mit normalem Schuhwerk bei Eingangsbereichen, Terrassen, Küchen, Verkaufs- und Wirtschaftsräumen, Büros, Krankenhäuser, Hotels, Schulen und Verwaltungsgebäude
    Gruppe V:für höchste Beanspruchung und Anwendungsbereiche mit sehr starkem Publikumsverkehr in Räumen und auf Flächen, die extrem belastet werden, wie Friseurläden, Bäckereien, Imbisstuben, Eingangshallen für Hotels, Banken, Restaurants oder auch Garagen


    Die Klassen 1 und 2 werden kaum noch zum Verkauf angeboten. Standard sind nur Fliesen mit der Abriebgruppe 3 und höher.


Impressum|Datenschutz|Kontakt